Beiträge
09.06.2006 |
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Der Universalienstreit im FußballEine Einführung in die Fußballmetaphysik. mehr |
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13.03.2006 |
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"Die Schopenhauer-Kur"Die Philosophie hat offensichtlich immer noch nicht Ihre Attraktivität verloren. Nach "Und Nietzsche weinte" hat der Psychoanalytiker Irvin D. Yalom ein Buch herausgegeben, das wieder den Namen eines Philosophen trägt. Nietzsche hat sich gut gemacht, warum nicht Schopenhauer auch? Wahrscheinlich würde kaum jemand dieses Buch lesen, wenn da nicht dieser Titel etwas Interessantes in Aussicht stellte. Eben eine Kur mit Schopenhauer - oder eine Kur Schopenhauers? mehr |
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27.01.2006 |
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In welcher Zeit philosophieren wir? - Nachklang zu Harold Pinters Rede anlässlich der Verleihung des Nobelpreises an ihn.Manchmal frage ich mich, ob uns eigentlich richtig klar ist, in welcher Zeit wir philosophieren und leben. Manchmal habe ich das Gefühl, wir Philosophen - mit der großen Tradition des Fachs auf dem Rücken, ein gutes Kamel würde Nietzsche höhnen - haben noch nicht zu brüllen begonnen, sind noch keine Löwen geworden, was wir auch eigentlich noch nie gewesen sind. Oder wollen wir gleich zur Unschuld des Kindes übergehen?
von Gerhard Stamer mehr |
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23.12.2005 |
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Liebe Freunde und Förderer der GPWWieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu: Zeit also, zurückzublicken und das Erreichte zu betrachten; Zeit, nach vorne zu schauen und die Pläne für das nächste Jahr in Angriff zu nehmen; - vor allem aber Zeit, Ihnen sehr herzlich dafür zu danken, dass Sie durch ihre zuverlässige und treue Unterstützung die Arbeit der GPW überhaupt erst möglich gemacht haben. Wir dürfen sagen, wir sind zufrieden über das Erreichte, auch wenn natürlich noch viele Pläne nicht umgesetzt sind, für die wir weiterhin Zeit und Unterstützung brauchen. mehr |
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08.12.2005 |
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Was ist Philosophische Praxis?Ein Gespenst geht um, nicht in Europa, aber in der Philosophie. Was ist philosophische Praxis, wenn sie groß geschrieben wird: Philosophische Praxis? Etwas anderes als praktische Philosophie? Viele wissen es, dass dies eine Richtung in der Philosophie ist, die von Gerd Achenbach Anfang der 80er Jahre initiiert wurde und Beratungen anbot, vornehmlich mit einem außeruniversitären Verständnis. Eine Gesellschaft wurde gegründet, die sich zunächst „Gesellschaft für Philosophische Praxis“ (GPP) nannte, dann später wegen der zahlreichen internationalen Kontakte „Internationale Gesellschaft für Philosophische Praxis“ (IGPP). Der Initiator hat vor zwei Jahren den Vorstand verlassen. Seither hat die Gesellschaft einen offeneren Charakter und unverkennbar eine programmatische Entwicklung genommen. Zur Beratung ist die Bildung als ein zweiter Bereich der Praxis hinzugetreten. Nicht dass Bildung zuvor in der IGPP nicht betrieben wurde, aber sie bestimmte nicht das Selbstverständnis der Philosophischen Praktiker...
von Gerhard Stamer mehr |
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17.11.2005 |
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Soll man es empfehlen, Philosophie zu studieren?Gerade ist ein Abiturient zu mir gekommen, der einen nicht ganz unbekannten Philosophen besucht hatte, um sich von ihm für ein Studium der Philosophie beraten zu lassen. Der nicht unbekannte Philosoph hatte ihm entschieden abgeraten. Das Philosophiestudium böte überhaupt keine Berufsperspektive mehr. Immer mehr Stellen an den Universitäten würden gestrichen. Und er wolle ja wohl nicht als Taxifahrer enden. Hoffnung könne er ihm jedenfalls nicht machen. Der Abiturient hätte nun verwirrt sein müssen nach einer solch niederschmetternden Auskunft, die ihm ein anerkannter Mann vom Fach servierte. Aber das war überhaupt nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, amüsierte er sich über die höchst resignative Einstellung des Professors an einer der berühmtesten Universitäten des Landes. Und ganz im Gegenteil ist auch seine Absicht, Philosophie zu studieren, durch die Schwarzmalerei des Professors nicht im Geringsten ins Wanken geraten...
von Gerhard Stamer mehr |
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19.10.2005 |
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Die Freiheit: das letzte Irrationale?Bei der Betrachtung der theoretischen Diskurse, die seit mehr als einem Jahrhundert über den Begriff der Freiheit geführt werden, drängt sich der Eindruck einer offensichtlichen Paradoxie auf, dass nämlich die Negation der Freiheit oft mit einer Intention betrieben wurde, der es um die Befreiung des Menschen ging. Befreiung ohne Freiheit: Wie sollte das gehen? Ob es sich dabei um die abgewetzte Formel von Karl Marx dreht, das (gesellschaftliche) Sein bestimme das Bewusstsein oder um die höhnische Äußerung von Siegmund Freud, wir würden angesichts der Umtriebe des Unbewussten nicht einmal Herr im eigenen Hause sein: Was sollten all diese Aufklärungen, die den Menschen die Freiheit absprechen, um ihn zu befreien? Denn um Befreiung, um soziale und psychische ging es doch? Was konnte nur in diesen Widersinn führen?
Von Gerhard Stamer mehr |
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24.08.2005 |
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Heidegger und die Nationalsozialisten - Eine Antwort an Thomas MeyerThomas Meyer hat in seinem Artikel « Denker für Hitler » [Anm. der Redaktion: in der ZEIT vom 21.07.2005, hier online (externer Link)] einen einseitig kritischen Artikel über mein Buch veröffentlicht. Sein hauptsächlicher Vorwurf besteht darin, so zu tun als würde meine Interpretation dazu Anlass geben, Heideggers Behauptungen als völkisch und rassistisch interpretieren und nicht Heideggers Texte selbst, die ich zitiere und die in sehr expliziter Weise Träger eines rassistischen Weltbildes sind; seien es Texte die neulich in der Gesamtausgabe oder solche die zum ersten Mal, in meinem Buch erschienen sind...
Von Emmanuel Faye mehr |
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22.08.2005 |
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Die Angst vor dem Geist - Offener Brief an Ansgar BeckermannLieber Ansgar Beckermann,
wir sind uns zur Zeit unseres Studiums begegnet. Vermutlich erinnern Sie sich an die Auseinandersetzung, die ich damals im Rahmen der Studentenbewegung mit Habermas hatte. Jetzt wende ich mich an Sie in der Form eines Öffentlichen Briefs, weil mir Ihr Artikel „Neuronale Determiniertheit und Freiheit“, den Sie unlängst in der „Information Philosophie“ (Heft 2, Juni 2005) veröffentlichten, von der argumentativen Schwäche gekennzeichnet ist, die in der momentanen Debatte mit einigen prominenten Hirnforschern die Philosophie in die Defensive gebracht hat. Ich nutze die Internetportale www.information-philosophie.de und www.philosophie.de, wo ich monatlich eine Kolumne schreibe, um diesen Brief zu veröffentlichen. Die nächste Nummer der Information Philosophie war schon im Druck, so daß ich ihn dort nicht mehr unterbringen konnte...
Von Gerhard Stamer mehr |
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13.07.2005 |
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Entwicklungshilfe und Entwicklungspolitik aus ethischer Perspektive Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungszusammenarbeit gehört zu den Politikbereichen, die, obgleich sie seit Jahrzehnten fest etabliert sind, immer wieder kritisch in Frage gestellt werden. Im Hintergrund spielen dabei - wenn auch häufig ohne eigens diskutiert zu werden - auch ethische Fragen eine Rolle.
Zu diesen ethischen Fragen gehören etwa die folgenden: Gibt es eine Pflicht zur EZ? Wenn nein: Welches sind dann die Motive für ein entwicklungspolitisches Engagement? Wenn ja: Wer ist zur EZ verpflichtet? Wem gegenüber gilt diese Verpflichtung, und auf welche Leistungen bezieht sie sich? Da Entwicklungspolitik sich stets in konkreten Kontexten abspielt: Welches sind die Umstände, unter denen wir von einer eigentlichen Pflicht zur EZ sprechen können?
Von Thomas Kesselring mehr |
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29.06.2005 |
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Aufgeklärte MetaphysikDer Kirchentag von Hannover ist vorüber. Und wer – als Bewohner dieser Stadt - das Glück hatte, dabei zu sein, wird zu mancherlei Fragen gedrängt. Über zweihundert Jahre Säkularisation: und immer noch nicht ist sie an ihr Ende gelangt! So viele junge Menschen tummelten sich in den Tagen in Hannover herum, eben nicht nur ältere regelmäßige Kirchengänger, daß an ein Auslaufen der Religion als Teil der Kultur nicht zu denken ist – selbst in unseren westeuropäischen Breiten nicht; ein Eindruck, der auch in den Tagen vor und nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. zu gewinnen war. Von Gleichgültigkeit in der Öffentlichkeit keine Spur.
Von Gerhard Stamer mehr |
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21.06.2005 |
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100. Geburtstag von Jean-Paul Sartre Jean-Paul Sartre, der am 21. Juni 100 Jahre alt geworden wäre, zählt sicher zu den bekanntesten und populärsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, obwohl er in den gegenwärtigen philosophischen Diskussionen kaum noch eine Rolle zu spielen scheint. Dennoch belegt die Zahl der Neuveröffentlichungen, daß das Interesse an diesem unermüdlich totgesagten Philosophen paradoxerweise nicht abnimmt...
Von Jens Bonnemann mehr |
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24.05.2005 |
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Vom Nutzen und Nachteil der Philosophie für die GesellschaftDie Philosophie soll raus aus dem Elfenbeinturm. Sie soll ihren Nutzen für die Gesellschaft erweisen. Wie zu allen Zeiten wird ihr vorgeworfen, sie habe die Welt nur verschieden interpretiert. Und tatsächlich: Was springt denn rein ökonomisch aus den philosophischen Gedanken heraus? Die Philosophie rechnet sich nicht. Zum Glück wandelt sich das Bewusstsein der Philosophen. Sie wollen praktisch werden. Praktische Philosophie ist en vogue. Philosophen werden nicht nur Lehrer und Journalisten wie früher, sie werden heute Unternehmensberater, Eheberater, Supervisoren, Mediatoren, Direktoren von Stiftungen und so weiter...
Von Gerhard Stamer mehr |
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18.04.2005 |
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Wenn es schon eine Dialektik der Aufklärung gibt: warum nicht auch eine Dialektik der Metaphysik?Als Adorno und Horkheimer zu ihrem Buch „Dialektik der Aufklärung“, das sie 1944 in Amerika geschrieben hatten, 1969 ein Vorwort zur Neuausgabe verfassten, sahen sie sich in ihrer Gegenwartsdiagnose bestätigt. Sie sprachen von „Übergang zur verwalteten Welt“ und von totaler Integration der Menschen, die sich „über Diktaturen und Kriege“ zu vollziehen drohe. Ihr Fazit: „Die Prognose des damit verbundenen Umschlags von Aufklärung in Positivismus, den Mythos dessen, was der Fall ist, schließlich die Identität von Intelligenz und Geistfeindschaft hat überwältigend sich bestätigt.“ ... mehr |
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16.03.2005 |
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Warum Kant die „Kritik der reinen Vernunft“ hätte anders schreiben müssen.Kant hätte mit der Freiheit beginnen müssen. Warum? Weil er selbst es so sagt. An vielen Stellen der „Kritik der reinen Vernunft“ wird das deutlich. Er billigt dem Verstand Spontaneität gegenüber der Sinnlichkeit zu. Der Verstand sei das Vermögen, Vorstellungen selbst hervorzubringen, er sei die Spontaneität der Erkenntnis. Die Verbindung des Mannigfaltigen in der sinnlichen Anschauung bezeichnet er als einen „Aktus der Spontaneität“. Die Verbindung von Vorstellungen zu einem Objekt, die nur vom Subjekt der Erkenntnis selbst verrichtet werden könne, sei ein „Aktus der Selbsttätigkeit“. Die Synthesen, die das Erkenntnisvermögen leistet, sind Leistungen des Verstandes. Das Ich, wie es im §25 der Ausgabe B heißt, wird als sich selbst bestimmendes charakterisiert. „Das, Ich denke, drückt den Aktus aus, mein Dasein zu bestimmen.“ Als Bestimmtes, das selbst eine Erscheinung in der Zeit ist, bin ich ein empirisches Wesen, wie alle anderen Dinge der Welt. Aber als Bestimmendes, als Subjekt im vollen Sinn, „kann ich mein Dasein, als eines selbsttätigen Wesens, nicht bestimmen, sondern ich stelle mir nur die Spontaneität meines Denkens, d.i. des Bestimmens, vor, und mein Dasein bleibt immer nur sinnlich, d.i. als das Dasein einer Erscheinung, bestimmbar. Doch macht diese Spontaneität, daß ich mich Intelligenz nenne.“... mehr |
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